Bachelor's Thesis

Stirbt lokales Multiplayer aus? Eine Analyse der aktuellen Marktlage und Akzeptanz lokaler und remote Multiplayer-Konsolenspiele

Author:

Claire Arrets

Processing Period:

28.09.2018 - 21.12.2018

Abstract

 

Bevor es durch den technischen Fortschritt die Möglichkeit für Spieler gab, sich online miteinander zu verbinden und trotz räumlicher Distanz gemeinsam zu spielen, war lokales Multiplayer die vorherrschende Möglichkeit, um gemeinsame Spielmomente und -erfahrungen zu teilen. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob und inwiefern die nun weit verbreiteten Remote-Multiplayer-Modi die klassischen, lokalen Multiplayer-Modi substituieren und welche Tendenz sowohl objektive Nachfragewerte, als auch subjektive Spielerbedürfnisse hinsichtlich der Multiplayer-Spielformen aufweisen. Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf Konsolentiteln und der Untersuchung des klassischen Couch-Multiplayer-Settings im Vergleich zu Online-Multiplayer-Settings, aber es werden auch weitere Multiplayer-Konstellationen berücksichtigt.

Eine Literaturrecherche gibt zunächst Aufschluss über die Unterschiede beider Multiplayer-Formen, insbesondere hinsichtlich der Auswirkung physischer Nähe oder Distanz auf die Player-Experience mit Fokus auf das soziale Setting. Eine anschließende Marktrecherche zeigt, ob lokale Multiplayer-Modi weiterhin nachgefragt werden, indem die beliebtesten Spieletitel der letzten Jahre auf das Vorhandensein lokaler Multiplayer-Möglichkeiten untersucht und Entwicklungs-trends abgeleitet werden. Um die der Entwicklung zugrunde liegenden Motive herauszufinden, gibt eine Online-Umfrage Aufschluss über Interessen, Vorlieben und Abneigungen von Spielern bezüglich beider Multiplayer-Formen. Zudem wird die Zufriedenheit der Spieler mit der Marktentwicklung erfragt und Gründe für die Nachfragetendenz erörtert. Abschließend werden die Befunde der Literatur- und Marktrecherche mit den Ergebnissen der Spielerbefragung abgeglichen. Es wird diskutiert, ob sich die theoretischen Befunde und der Nachfragetrend mit den tatsächlichen Spielerinteressen decken und welche zukünftigen Implikationen daraus abgeleitet werden können.